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Aussichten auf Gesundheitszentrum und Seniorenresidence

Auf dem Weg vom Anfang bis zum Ende des Boulevards der Herzen kommt man durch verschiedene Zonen. Der Wilde Osten, das Gebiet vom Ständeplatz bis zur Annastraße bietet unter anderem eine ungemeine Dichte an Fachärzten, ergänzt von Psychologen, Physiologen, Apotheken und Ambulanten Pflegediensten.
Die demografische Entwicklung lässt erwarten, dass die Angebote des Gesundheitswesens immens wachsen werden. Man wird sich daran gewöhnen müssen, dass der Boulevard zum Laufsteg von Gehgestellen, Gehwagen und frisierten Elektromobilen wird. Auf den Bänken werden sich sedierte Senior-Citizens herumlümmeln und mit ohrenbetäubender Lautstärke Hits aus den 70- und 80igern hören. ... Butterfly ... Das Lied der Schlümpfe ... Tränen lügen nicht ... Griechischer Wein ... Waterloo ...

Weiter im Vorderen Westen ab der Annastraße lebt es sich ein wenig beschwingter in der Leichtigkeit des Seins. Cafes und Restaurants laden zum Verweilen und Genießen ein. Süße, kleine, nette Geschäfte verführen mit Kleinigkeiten, die eigentlich niemand braucht, die nicht wirklich glücklicher machen und mit denen man sich die Verzweiflung möblieren kann. Man macht es, weil man es kann, lautet die Parole. In vielem genügt der Stadtteil den Ansprüchen eines Mehrgenerationen-Miteinanders. Schöne Aussichten, wenn nicht steigende Mieten für junge Menschen, mit oder ohne Kinder einen Strich durch die Rechnung machen.
Es besteht also auch die Aussicht, dass der Vorderen Westen zu einer riesigen Seniorenresidenz mutiert. „Elvis“ könnte dann eigentlich auf dem Bebelplatz ein Openair-Konzert geben, selbstverständlich gesponsert von Ambulanten Pflegediensten entlang der Friedrich-Ebert-Straße.



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